„Solch ein Gewimmel möcht‘ ich sehn“ – drei Tage im Sommer an der Uni Leipzig > Resümee zum Alumni-Tag 2012

Johann Wolfgang Goethe, wohl einer der berühmtesten Studenten an der Universität Leipzig hatte sicher nicht seine Alma Mater im Blick, als er in Faust II diese Worte schrieb. Und doch treffen sie auf jene drei Tage zu, an denen die Lange Nacht der Wissenschaft in der Messestadt und die Alumni-Tage der Universität eine einzigartige Kombination für Wissens- und Erfahrungsaustausch boten.

Die Eröffnungsveranstaltung im neuen Audimax der Hochschule am 29.06.12 war mit OBM Jung und Universitätsrektorin Schmücking hochkarätig besetzt und lies durch den ebenso unkonventionellen wie inspirierenden Vortrag des Forensikers Benecke eine Vorfreunde auf die kommenden drei Tage entstehen.

Neben einer Vielzahl anderer Veranstaltungen konnten Besucher Vorträge, Diskussionen, Wikipedia-Workshops und einen Wissenschafts-Slam in der Bibliotheca Albertina verfolgen und sich auch aktiv am Programm beteiligen.

Samstag und Sonntag standen dann im Zeichen des Wiedersehens und Austausches der Alumni der Leipziger Uni. Parallel zu den zentralen Veranstaltungen gab es auch ein Programm von le.ave. Es begann am Samstagvormittag mit einem Frühstück im „Sol y mar“ in kleiner aber gesprächiger Runde.

Pünktlich 12 Uhr trafen wir uns dann zu einer stadtgeschichtlichen Führung durchs Alte Rathaus. Neben Verlies und Folterkeller, sahen wir auch die Schatzkammer des Leipziger Rates. Angesichts der aktuellen Diskussionen über die Finanzlage der Kommunen mag man kaum glauben, dass ein solcher Raum einmal nötig war. Der zweite Abschnitt der Führung umfasste die neue Dauerausstellung „Moderne Zeiten“, welche die Leipziger Geschichte von 1815 bis in die Gegenwart umfasst. Ob blutige (1848, 1919) oder gewaltfreie Revolutionen (1989), starkes Wachstum (1880 – 1914), wirtschaftliche Blüte (1920er Jahre), braune Abgründe (1933-45) und Stagnation (1970-89), die jüngere Geschichte unserer Stadt verlief wechselhaft und wir leben zweifelsfrei in den besseren Zeiten unserer Stadt.

Am Nachmittag trafen wir uns zur jährlichen Mitgliederversammlung. Neben dem Blick zurück, standen die künftigen Aktivitäten im Mittelpunkt der Diskussion. Der Kontakt zu Fakultät und Fachschaft soll intensiviert werden.

le.ave will sich stärker in den universitären Alltag einbringen, ob durch die Organisation von Vorträge unserer Alumni, die (finanzielle) Unterstützung studentischer Veranstaltungen und die Förderung des Austausches von Theorie und Praxis. Es gibt viel zu tun und so wird es eine der wesentlichen Aufgaben sein, mehr aktive Mitglieder zu gewinnen, um die anstehenden interessanten aber eben auch zeitaufwändigen Ziele zu erreichen.

Den Höhepunkt der Mitgliederversammlung bildete die Wahl des neuen Vorstandes. Wir gratulieren Michael Müller (Vorsitz), Nelly Dietrich (Finanzen) und Michael Zieger (Kommunikation) zur Wahl und wünschen Kraft und Begeisterung(sfähigkeit) für die neuen Aufgaben. Vielen Dank an die langjährigen Vorstandsmitglieder Bernd Vermaaten und Björn Kronsbein, die ihre Ämter aus beruflichen Gründen leider aufgeben mussten.

Den Abschluss des ereignisreichen Samstags bildete schließlich ein gemütliches Essen in der „Luise„.

Sonntagmorgen, pünktlich um 9 Uhr trafen wir uns beim Langen Sonntagsfrühstück, einer zentralen Veranstaltung des Alumni-Büros der Universität Leipzig in der „Moritzbastei„. Auch wenn wir einen eigenen „Vereinstisch“ hatten, der Austausch blieb nicht auf le.ave-Mitglieder beschränkt. Und das ist ja letztlich das Ziel der Alumni-Tage: der Austausch und das Gespräch in entspannter und inspirierender Umgebung.